Samstag, 29. Februar 2020
Aus 2009 Zen Gedicht
Sonntag, 13. Oktober 2019
Aus 2012 Notizen
Verführung der Sinne bei nächtlicher Weinromantik. Für Mord fehlen die Merkmale
Walsch ist tot. Zeit für die Pensionierung
Ein Patient zum Träumen
Freier Markt oder freier Marx? Staat als Big Mama oder Volk als Big Brother. Wellnesszone oder Erschlaffungsland
Archaischer Sieg beim Songcontest
Knilche im SWR, Strumpfforscher Dr. Lakkaloo.
Mittwoch, 9. Oktober 2019
Beim Arzt 2013
Montag, 7. Oktober 2019
Die Ritalin-Arena 2014
--------- aus verstreuten Notizen, Plänen, Misshören
Leute, die aus dem Prost schreiben und solche, die schreiben müssen: Bitte lasst Euch nicht zur hl. Backeskartoffel machen! Seid Ihr erst mal gemütlich, werdet Ihr auch zur Plunz.
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In Rom schicken die Feigen Optimaten die Consuln gegen das Volk. Es hatte Roms Freiheit gegen die Feinde verteidigt.
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Er hat seine Kneipe aufgemacht und blickt einen Moment in sein anders gewolltes Leben.
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Die Zustimmung der Person durch die der Familie ersetzen, die der Familie durch die der Cliquen, die der Cliquen durch die der Volksmasse, die des Volks durch den Apparat. Vom Freund zum Diktator. War es so schwer für Gorki Stalin zu erkennen? War er nicht selbst doch Regulator?
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Zwischen Konversation und Belcanto
Die Rüsselsheimer Schnawl-babbler erfahren nicht unverdiente Ungunst...
Fussgängerzone 05 und 04
Entwertungen
Am Rand der Fußgängerzone abgelagert. Blutunterlaufene Augen vor der bunten Erregung des Kaufhauses.
Er hat Dich fertig gemacht? Wenn machst Du fertig? Was für ein Arbeitsplatz!
Welche Leistung wird Dir mit den Marktstücken entlohnt?
Du störst das Fest! Hier ne Mark, damit Du mich nicht weiter anglotzt!
Andere Hütten sich, Dich wegzuschaffen, nicht als liebevolle Nachbarn, sondern aus Angst vor Ansteckung mit dem Elend. Andere helfen nicht, um dem schlechten Gewissen nicht nachzugeben. Sie stopfen Dir den Mund mit Geld.
Du machst mit Deinem Elend Kasse. Andere machen es mit Ruhm, Macht, Schönheit. Du bist zu wenig glücklich, unglücklich wie sie. Nur kannst Du Dir keinen Palast leisten, wo sie frei sind, sich in den Kanal zu begeben.
2005
Happening christmas 04
In der Fußgängerzone Baden-Baden liegt eine blaue Plastikplane aus. 3x3m. Ein Mädchen oder eine Frau im Mantel mit Fellimitat hat sich eine Gipsmaske übergezogen und spielt grässlich falsch Saxophon. Ein Junger Mann filmt die Reaktion der Passanten.
Eine ich-weiß-nicht-was von Provokation, Frage oder Versuch.
Was geschieht hier? Mitten in der Promenade der festlich gestimmten Pelze, in den reißenden Strom der Lust vom Weihnachtsgeld, vom Kaufen, Kaufen springt Dir der Clown ins Gesicht. Törööö! Ein Sternenfunkeln böser, mehr noch verduzter Blicke. Es fragt Dich: was bist Du? Du antwortest mir einem Kopfschütteln, mit einem Wort und Blick der Wut über die Störung.
Es ist nichts. Ein Happening, dass die Menschen aus dem Strom von Wollen und Wallen, von Suchen und Vergessen fischt. Komm, Spiel mit mir. Öffne dein Gesicht.
Äber, Du mit der Maske: meinst Du es ernst? Gehst Du mit mir einen Kaffee trinken? Oder willst Du ein Spiel, in dem ich Deine Puppe bin?
Weite seltsam und bunt die Welt ist! Und gerade, wem wir sie zu verstehen glauben, springt uns ein Clown entgegen, ein Kind auf dem Arm.
12/04
Mittwoch, 2. Oktober 2019
2005 vom Wichtig
Wichtig hält eine Rede
Meine Aufmerksamkeit senkt sich in die Erinnerung. Sie sieht den kleinen Wichtig eine Rede halten. Damals bellte er so laut für die Gewerkschaft wie heute für die Unternehmer. Was damals unangenehm erschien, kommt heute zum Vorschein. Der Haß gegen alles, was frei und unabhängig ist, weil es solche Leute wie ihn nicht für wichtig hält. Aber auch die Unbarmherzigkeit gegenüber den Wehrlosen, die nur noch die Moral für sich haben oder nicht einmal das.
Was mag er für eine seltsame Kindheit gehabt haben? In die hat keine Sonne geschienen. In meine dunkelsten Tage hat doch immer noch wenigstens ein Schimmer Hoffnung aus dem Mitleid eines Mächtigen oder sogar ein Glanz von Solidarität der Gleichen geleuchtet. Aber diese saure Miene des zu kurz gekommenen über den seltsamen Krawatten dessen, der es zu etwas gebracht hat!
Mann, möchte ihm zurufen: laß doch mal locker! Du darfst ja all die Macht und den flauen Glitzer des VIP behalten! Wer will schon so etwas? Aber mache doch endlich etwas daraus! Lächle dankbar der Welt zu, die Dich machen lässt! Hör auf mit Deinen lächerlich strammen, zusammengelesenen Reden!
Die Rede ist beendet. Erleichtert geht man zum Buffet. Wo ist Wichtig?
Unwichtig!
3.1.05
Dienstag, 1. Oktober 2019
2005 zu 1968
Das gabs 68
Verzicht auf amerikanische Stipendien, Rückgabe von Springer - Preisen, Solidarität von SWF - Mitarbeitern mit Studenten.
1968
Es war eine Zeit, die persönlichen Mut belohnte. Ich durfte dabei sein, als die Jugend der Welt die Freiheit des Einzelnen entdeckte, Wertigkeit, Gleichwertigkeit und Solidarität.
Die Republiken des Westens wurden neu geboren, die Volksrepubliken des Ostens kamen ins Schwanken vor dem Individuum.
Ich und Du schauten einander an, Vertrauen und handelten miteinander. Die Familien lernten Respekt vor ihren Angehörigen, die plötzlich eigenen Willen zeigten. Du warst in der Welt, ohne einen Schritt aus Deinem Kaff heraus tun zu müssen. Und dort in der Welt tanzten die Jungen den gleichen Beat. Wo sie aber gegen den jungen Imperialismus der Nachkriegswirtschaften kämpften, wollen auch sie die Freiheit von 68 gegen die Alten und die Führer.
Das ist nun bald 40 Jahre her. Was auch immer die Autoritären und ihre Lecker zurückgenommen und verschlimmert haben: ich habe eine Erinnerung und das Wissen: so etwas kommt immer wieder. Darf ich es noch einmal in gleichem Umfang erleben? Oder werden es erst wieder mein Kinder sein? So lange erfreute ich mich an Erinnerung und Sehnsucht.
4.2.2005